Yiid ist schon seit einiger Zeit online und mir öfter mal vor die Füße gefallen, ausprobiert habe ich es aber bisher nicht - zumindestens bis letzte Woche. Die Anmeldung ansich ist unspektakulär, wenn man davon absieht das zusätzlich zum klassischen Login per Benutzername und Passwort eine beeindruckende Auswahl von OAuth-Diensten zur Verfügung steht (Twitter, Facebook, Google, OpenID und noch einige mehr).
Aus dem Benutzernamen erstellt Yiid eine Subdomain auf der die eigene öffentliche Profilseite untergebracht wird.
Der Gedanke hinter Yiid ist wohl, alle Aktivitäten aus den verschiedensten Communities zentral zu sammeln und außerdem das eigene soziale Netz dort als Überblick zu haben und auch zu sehen wenn viele Freunde sich in eine neue Community bewegen.
Um die eigenen Aktivitäten zu sammeln, muss man Yiid mitteilen, bei welchen Communities man mit welchen Namen unterwegs ist. Die Liste der unterstützten Plattformen ist unendlich lang und dürfte praktisch alles abdecken was im deutschen oder für Deutschland relevanten Internet eine Login-Funktion hat.

Alle neuen Aktivitäten der hinzugefügten Communities werden automatisch im sogenannten Activity Stream auf dem Yiid Profil dargestellt. Das Ergebnis ist eine kompakte Sammelung aller Online-Aktivitäten ähnlich einem Lifestream wie zum Beispiel von Sweetcron. Spannend wird das durch die Kombination aller Streams aus dem Bekanntekreis - kann aber auch leicht zu einer Überflutung führen. Wie gut die Filter funktionieren um die Flut einzudämmen konnte ich leider noch nicht testen, dazu fehlen mir noch die Kontakte, bisher ist alles sehr übersichtlich.
Aus den verknüpften Accounts werden zusätzlich Kontakte importiert und in einem zentralen Adressbuch gesammelt. Hier kann man alle Kontakte verwalten, sehen in welchen Communities diese wiederrum gefunden werden und auch manuell Daten hinzufügen. Als Skeptiker in punkto Datenschutz liegt mir allerdings kaum etwas ferner, als mein Adressbuch hier um nicht-öffentliche Daten zu erweitern.
Auf der besagten Profilseite werden der Activity Stream, das soziale Netzwerk, alle Communities, Kontaktdaten, ein sogenannter Report und ein Lebenslauf dargestellt. Was Adressen angeht, kann man wählen ob diese niemanden, nur Freunden oder öffentlich angezeigt werden. Unter dem Report werden Suchergebnisse gelistet, die Yiid dem eigenen Account zugeordnet hat. Leider ist für meinen Account bisher nichts gefunden worden, daher ist dazu noch nicht viel zu sagen. Der Lebenslauf schließlich kann aus Businessplattformen wie Xing oder Linkedin importiert werden - dann aber scheinbar manuell nicht mehr angepasst werden. Schade eigentlich, könnte man so doch beispielsweise den im öffentlichen Xing-Profil fehlenden aktuellen Arbeitgeber nachtragen.
Insgesamt finde ich die Idee zu sehen auf welchen Plattformen meine Kontakte unterwegs sind recht spannend, allerdings krankt Yiid da aktuell noch an der Userdichte. Mein Profil werde ich aber auf jeden Fall behalten, schon weil es sich mit meinen Daten aus anderen Netzwerken ohne mein Zutun füllt, eine hübsche Url hat und ein weiterer Sucheintrag zum eigenen Namen in Google kann eh nie schaden. Über jede Anmeldung und Kontaktaufnahme auf Yiid freue ich mich natürlich!
Mein Yiid-Profil: mario.yiid.com